Zwischen Hitler-Jugend und FDJ-Grundorganisation

28. April 2016 | 19.00 Uhr |

Großer Probensaal des Dresdner Kreuzchores,

Eingang Ermelstraße 3 – 5; Hausaufgang 7

Zwischen Hitler-Jugend und FDJ-Grundorganisation“ –

Kreuzchor und Kruzianer im Visier des Totalitarismus des 20.

Jahrhunderts.

Eine Veranstaltung des Kreuzchor-Fördervereins.

Die Ideologien des Nationalsozialismus und des Kommunismus wirkten sich auch auf die Arbeit des Kreuzchores und den Alltag der Kruzianer aus, bis hin zu persönlicher Bedrängnis und Schädigung. Diesem scheinbar übermächtigen Eindringen in alle Lebensbereiche und den Angriffen auf die kirchlichen Bindungen des Chores ist sehr unterschiedlich begegnet worden. Es existieren Beispiele für Widerstand, vor allem aus christlicher Motivation heraus. Es hat vielfach Anpassung auf äußerlichen Druck hin gegeben, aber auch vorauseilenden Gehorsam, vereinzelt begeisterte Verblendung…

Aus Tagebüchern, Aufzeichnungen und Briefen von Kruzianern wird über den Alltag der Kruzianer in zwei Diktaturen berichtet. Dazu kommen Hintergrundinformationen, Zeitzeugen sind im Gespräch und Musikbeispiele  aus jenen Jahrzehnten werden erklingen. Bewegende persönliche Erinnerungen und existenzielle Erfahrungen werden aus „sicherem“ zeitlichen Abstand betrachtet, der manchmal auch Distanz ermöglicht.

Mitwirkende sind u. a. Prof. Matthias Herrmann (Vortrag) Prof. Olaf Bär (Lesung), Karl-Dietfried Adam (Kruzianer ab 1942, 1948-50 1. Chorpräfekt, als Zeitzeuge) und Christoff Andrich (Moderation).

Der Abend ist die vierte Veranstaltung in der „Kreuzsplitter“-Reihe, die zum Jubiläum 800 von den Fördervereinen für Kreuzchor, Kreuzkirche und Kreuzgymnasium gemeinsam geplant wird.

Eintritt frei, Spenden willkommen.

Kreuzchor in der Uniform der Hitler-Jugend (1935)